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Citylogistik-Pilotprojekte mehren sich

25. April 2016 | von Robert Kümmerlen und Erwin Maruhn

Hamburg gibt Last-Mile-Studie in Auftrag, und in Nürnberg wird der Einsatz von Mikrodepots und Lastenfahrrädern wissenschaftlich untersucht / DHL nennt Logistiktrends in Ballungszentren

Neue Aktion und Serie

Die Aktion Metropolitan Logistic basiert auf einer Kooperation zwischen der Messe München und der DVV Media Group. In der heutigen Ausgabe startet die gleichnamige monatliche Serie. Darüber hinaus wird am 8. November in Berlin eine Metropolitan-Logistic-Konferenz stattfinden. Auf der Transport Logistic in München im Mai 2017 wird es eine Sonderausstellung und ein Diskussionsforum geben.

 

 

Gut ein Jahr nach dem Start ihres Citylogistik-Pilotprojekts in Hamburg will die Hansestadt das Modellverfahren nun wissenschaftlich begleiten lassen. Die per Vergabeverfahren in Auftrag zu gebende Studie soll klären, „was das Vorhaben unter verkehrlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewirkt hat und worin seine künftigen Entwicklungspotenziale bestehen“. Alleiniger beteiligter Paketdienst ist UPS. Folglich wird die Deutschland-Tochter des US-Integrators auch neben der Stadt Hamburg als Adressat der Empfehlungen angegeben.

Von vier in der Hamburger Innenstadt aufgestellten Containern stellt UPS die Sendungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu. Die Stadt Hamburg will nun vor allem erfahren, unter welchen Voraussetzungen der Modellversuchs ausweitbar ist. Wie sich aus der Leistungsbeschreibung für das Gutachten ergibt, soll die Studie innerhalb von 40 Wochen nach der Auftragserteilung fertig sein. Wer das Gutachten erstellen will, kann sich bis zum Donnerstag dieser Woche (28. April) bei der Stadt Hamburg bewerben.

Darüber hinaus prüfen die Paketdienste DPD und GLS unter wissenschaftlicher Leitung den Einsatz von Mikrodepots und Lastenrädern in Nürnberg. Das Pilotprojekt läuft bis Juli 2017. Projektleiter ist Prof. Ralf Bogdanski vom Kompetenzzentrum Logistik der Technischen Hochschule Nürnberg. Die Projektpartner wollen innovative Lösungen für die letzte Meile erarbeiten und anschließend in der Praxis erproben. Bei zwei räumlich getrennten Feldversuchen sollen Pakete für Einzelhändler und Endkunden in zentral gelegenen Containern, Fahrzeugen oder Immobilien deponiert werden. Von dort nutzen die Zusteller emissionsfreie Alternativen wie zum Beispiel Lastenfahrräder oder Sackkarren.

Hauptförderer des Projekts ist das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Weitere Geldgeber sind die Stadt Nürnberg und die Industrie- und Handelskammer Nürnberg. Auf Basis umfassender Analyseergebnisse sollen die Mikrodepots vom Sommer 2016 an im täglichen Praxisbetrieb getestet werden. Die konzeptionelle Vorarbeit wurde in der Studie „Nachhaltige Stadtlogistik durch Kurier-, Express- und Paketdienste“ geleistet. Bogdanski hatte die vor gut einem Jahr vorgestellte Untersuchung für den Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste erstellt.

Urbane Logistik ist äußerst relevant, heißt es im aktuellen „Logistics Trend Radar“ der Deutsche-Post-Tochter DHL. Dienstleister bieten mittlerweile vielfältige Services für die Belieferung von Handel und Konsumenten an.

Die Logistik für Ballungszentren wird beeinflusst von Trends wie Omnichannel-Handel, Shareconomy – also das Leihen von Gebrauchsgegenständen unter Privatleuten – und Lieferung nach Bedarf („On-Demand Delivery“). Bei Letzterem entscheidet der Kunde, wann und wohin er die bestellte Ware geliefert haben möchte, und erhält sie dann durch flexibel einsetzbare Kuriere. In diesen Trends sieht DHL den nächsten Entwicklungsschritt in der urbanen Logistik. (ma/rok)

Mehr Informationen unter "im Fokus".

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