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Die City-Versorgung steht vor Umwälzungen

(DVZ-Illustration: Melanie Köhn)

Der „Urban eTruck“ von Daimler geht 2020 in Serie. (Foto: Daimler)

28. Juli 2016 | von Sven Bennühr

So wirken sich schärfere Umweltvorschriften in den Innenstädten auf den Verteilerverkehr aus.

Empfehlung

Welche Regeln künftig für die Innenstadtversorgung gelten, ist Thema der DVZ-Konferenz „Metropolitan Logistics“ am 8. November 2016 in Berlin. Infos unter www.dvz.de/metropolitan

Die blaue Plakette kommt: Eine Verordnung des Bundesumweltministeriums, die den Städten erlaubt, blaue Umweltzonen einzurichten, wird wahrscheinlich im nächsten Jahr in Kraft treten. Dann wird es eng für die Betreiber älterer Verteiler-LKW und Transporter, denn in diesen Zonen dürfen nur Fahrzeuge unterwegs sein, die weniger als 80 mg Stickoxid (NOx) ausstoßen. Ein Wert, der nur von Euro-VI-LKW und Transportern, welche der analogen PKW-Norm entsprechen, eingehalten wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Reihe von Städten diese neuen Umweltzonen einrichten wird, ist hoch: Vor allem Metropolen, in denen der NOx-Grenzwert der EU-Luftqualitätsrichtlinie in der Vergangenheit mehr als 18-mal pro Jahr überschritten wurde, werden zu diesem Schritt gezwungen sein.

Für Fuhrunternehmen bedeutet das, dass sie die älteren Fahrzeuge in den Fuhrparks nicht mehr für die Innenstadtbelieferung einsetzen können. Prof. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des BGL, und sein Gegenpart beim DSLV, Frank Huster, sehen vor diesem Hintergrund die Versorgungssicherheit in den Städten bedroht.

Bis die Fuhrparks im Zuge der Reinvestition erneuert werden, dauert es noch. Anders als im Fernverkehr werden Verteiler-LKW üblicherweise bis zu zehn Jahre eingesetzt. Die Verteilerflotten werden also rein rechnerisch erst Mitte des nächsten Jahrzehnts auf Euro 6 umgestellt sein.

Allerdings soll schon fünf Jahre früher, also 2020, eine Alternative in Serie gehen, deren NOx-Ausstoß bei 0,0 mg liegt. Der LKW-Hersteller Daimler Trucks hat jetzt den Prototypen eines „Urban eTrucks“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen modifizierten 25-t-Dreiachs-LKW vom Typ Antos, der rein elektrisch betrieben wird. Mit einer Leistung von 250 kW, einer Reichweite von 200 km und einer Nutzlast von 16,8 t – lediglich 700 kg weniger als das dieselbetriebene Pendant – wird die kommende neue Baureihe alles bieten, was im schweren Verteilerverkehr benötigt wird. Diese Technik ist durchaus greifbarer als die elektrisch fahrende und autonom agierende, rollende Packstation, für die der Internet-Riese Google ein Patent angemeldet hat.

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