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Hermes wertet Haldensleben auf

Versandzentrum im Südhafen Haldensleben: Hermes Fulfilment hat hier in neue Kommissionier- und Sortiertechnik investiert. (Foto: Hermes Fulfilment)

25. April 2016 | von Manfred Schulze

35 Mio.

Artikel pro Jahr kann Hermes jetzt mit Hilfe der neuen Technik abwickeln.

 

600.000

Lagerorte – 540.000 für Liegeware und 60.000 für hängende Konfektion – stehen im Südhafen künftig zur Verfügung.

Quelle: Hermes Fulfilment

 

 

Hermes Fulfilment profitiert vom Onlineboom und baut daher den Standort Haldensleben in Sachsen-Anhalt weiter aus. Außer dem großen Versandzentrum in der Stadt, die zwischen Wolfsburg und Magdeburg am Mittellandkanal liegt, hatte das Unternehmen vor wenigen Jahren am Südhafen eine weitere, 30.000 m2 große Halle errichtet. Diese diente zunächst als Puffer für die meist mit Containern aus Fernost angelieferte Ware.

Doch während im Betrieb an der Hamburger Straße ausschließlich für die Marken der Hamburger Otto Group versendet wird und die Retouren der Konzernkunden eingelagert werden, hat sich auch das Dienstleistungsgeschäft für externe Anbieter deutlich nach oben entwickelt. Sichtbar wird das am Südhafen, wo vor drei Jahren nur ein paar Dutzend Mitarbeiter vor allem hochwertige Oberbekleidung von Hand verpackten. Heute sind hier 400 Mitarbeiter für Collins, ein E-Commerce-Start-up von Otto, und zwei große externe Versender beschäftigt. Diese beiden wollen, wie in der Branche üblich, allerdings nicht genannt werden.

Auch ist seit wenigen Monaten ein batteriegetriebenes fahrerloses Transportsystem in Betrieb, das Wannen mit bis zu 25 kg Zuladung oder auch Leerwannen transportiert. Ebenso wurden Rutschen, ein Wannenpuffer und Sortieranlagen installiert. „Wir haben im Zuge der Modernisierung bereits 20 Mio. EUR investiert und rechnen damit, dass dieses Geschäft für Drittkunden auch noch weiter zunehmen wird“, sagt Andreas Hennig, Betriebsleiter von Hermes Fulfilment in Haldensleben.

Dem wachsenden Bedarf an Kommissionierlagerfläche entsprechend wird am Südhafen das Reservelager schrittweise reduziert. Zudem plant das Unternehmen, eine zweite Schicht einzuführen. Dann würde der Arbeitskräftebedarf auf über 600 Mitarbeiter an dem Zweitstandort anwachsen. Dort liege inzwischen der absolute Schwerpunkt für Erweiterungen, sagt Hennig.

Die externen Kunden, die in den ersten Jahren vor allem bei kleineren Stückzahlen auf Individualität und hochwertige Verpackung gesetzt haben, verlangen inzwischen zusätzlich nach einer Geschwindigkeit, wie sie im Onlinehandel üblich geworden ist: Was bis 15 Uhr bestellt wird, kann taggleich für den Versand bereitgestellt werden. Wobei der Händler den Dienstleister für den Transport zum Endkunden frei wählen kann.

Das installierte Weasel-Transportsystem, das sich im Kommissionierlager mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s bewegt, soll von derzeit einer Etage auf drei Etagen erweitert werden. Insgesamt werden im Endausbau 600.000 Lagerorte, die auf drei Ebenen angeordnet sind, zur Verfügung stehen, darunter auch 60.000 für hängende Ware. Die Daten – etwa zur Verfügbarkeit einzelner Artikel – liefert der Dienstleister in Echtzeit an die Händler.

Leistung fast verdreifacht

Das modernisierte Lager von Hermes Fulfilment wurde zudem mit einem Fallklappensorter ausgerüstet, der die Artikel bei einer Kapazität von bis zu 10.000 Stück pro Stunde automatisiert zu Kundensendungen zusammenfasst und über Rutschen an einem der 120 Packplätze abwirft. „Wir können damit unsere Leistung im Lager Südhafen von bislang 12 auf gut 35 Mio. Artikel pro Jahr erweitern“, sagt Betriebsleiter Hennig. Das sei zwar immer noch nur ein kleiner Teil der insgesamt ungefähr 165 Mio. Artikel, die Hermes Fulfilment allein am Standort Haldensleben pro Jahr versandfertig macht, aber als reine Wachstumsgröße dennoch beachtlich.

Die Kunden profitieren Hennig zufolge dabei ebenso wie der Logistikdienstleister. Denn die neuen automatischen Sortier- und Transportsysteme rechnen sich erst ab sehr hohen Umschlagmengen, die kleine und mittelgroße Versender allein kaum erreichen – von saisonalen Schwankungen ganz abgesehen.

Als nächste Herausforderung steht bei Hermes Fulfilment in Haldensleben nun ausnahmsweise einmal keine Erweiterung der Gebäude, sondern eine Umstellung der IT auf ein neues SAP-System an. (cs)

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