placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder

Mehr Likes für E-Food

Die Bestellung von Lebensmitteln per Emoji ist noch Zukunftsmusik. (Illustrationen: Emojisland.com)

06. Februar 2017 | von Claudius Semmann

In den Onlinehandel mit Lebensmitteln kommt Bewegung rein, wie eine Analyse der DVZ zeigt. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) berichtet in seinen quartalsweisen Erhebungen regelmäßig von Umsatzsteigerungen von über 20 Prozent – wenn es auch ein Wachstum auf niedrigem Niveau ist. Die Schätzungen für den Online-Anteil am Gesamtumsatz im deutschen Lebensmittelhandel schwanken zwischen 0,5 Prozent (Nahrungsmittel) bis höchstens 1 Prozent (Güter des täglichen Bedarfs).

Eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentralen hat 822 Lebensmittel-Onlinehändler ermittelt. Davon bieten 179 Unternehmen einen überregionalen Versand von Frischeprodukten an. Sie sind aber meist auf einzelne Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Käse spezialisiert. Echte Vollsortimenter und damit tatsächliche Onlinesupermärkte hatte das Kölner EHI Retail Institute in seiner Studie kürzlich nur 35 identifiziert. Die großen Handelsketten sind zwar in Sachen bundesweiter Versand von vor allem kühlpflichtigen Produkten noch nicht sehr weit, investieren aber gerade massiv. Sie haben offenbar Angst, etwas zu verpassen und Marktanteile an branchenfremde Anbieter – allen voran Amazon Fresh – zu verlieren.

Eine große Herausforderung bleibt nach wie vor die Einhaltung der Kühlkette, obwohl die Anbieter hier schon deutlich besser geworden sind, wie aktuelle Testkäufe gezeigt haben. Die Bereitschaft zum Onlinekauf ist bei leicht verderblichen Produkten aber weiterhin gering.

Der wachsende E-Food-Sektor stellt auch völlig neue Anforderungen an die Immobilienbranche. „Innenstadtnahe Frischelogistikflächen sind faktisch nicht existent. Sie müssen neu entwickelt werden“, sagt Andreas Fleischer, Nordeuropa-Chef beim Immobilienunternehmen Segro. Bestandsobjekte müssten von außen und innen modernisiert werden. „Mieter fordern in der Regel vom Eigentümer, dass die Kältetechnik schon dabei ist“, sagt Fleischer. Dadurch wird das bei Logistikimmobilien häufig vernachlässigte Thema Energieeffizienz umso wichtiger. Neue innerstädtische Frischelogistikflächen zu schaffen, ist Fleischer zufolge momentan die zentrale Aufgabe der Branche.

placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder
Deutschlands größte
Suchmaschine für
Transport und Logistik
Spediteur Adressbuch Online
Leistungen
Firmendaten

Schreiben Sie uns Ihren Kommentar!

Kommentar online veröffentlichen
Kommentar nur an die Redaktion senden
Online verfasste Kommentare können auch als Leserbriefe in der Printausgabe der DVZ veröffentlicht werden. Mit dem Absenden des Kommentars stimmt der Nutzer dieser Veröffentlichung ausdrücklich zu.

* Pflichtfeld