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Der neue Daily kann mehr liefern

Der packt das schon: Als 7,2-Tonner darf der Iveco Daily bis zu 4,9 t Nutzlast (inklusive Kofferaufbau) transportieren. (Foto: Iveco)

20. August 2015 | von Sven Bennühr

Die Zukunft im innerstädtischen Verteilerverkehr gehört den Transportern. Diesen nachhaltigen Eindruck hinterließ zumindest jüngst die Fahrvorstellung der Auf- und Ausbauvarianten des Iveco Daily bei München. Neben speziellen Fahrzeugen für Gartenbauer oder Waldarbeiter standen hier vor allem Kastenwagen oder Fahrgestelle mit Trockenfracht- oder Frischekoffern in der Gewichtsklasse von 3,5 bis 7,2 t im Mittelpunkt. Dabei lässt die Ausweitung der Daily-Produktpalette nach oben Raum für Spekulationen: Mit einer Nutzlast von bis zu 4,9 t sind die Transporter mit dem stabilen Leiterrahmen dem klassischen 7,5-Tonner – also auch dem Iveco Eurocargo – überlegen. Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob die leichten Eurocargo-Varianten, deren neue Generation demnächst vorgestellt wird, überhaupt noch einen Markt haben.

Doch zurück zur aktuellen Daily-Generation: Bei der dritten (richtigen) Neuauflage haben die Ingenieure rund 80 Prozent der Fahrzeugkomponenten überarbeitet. Geblieben ist aber die Leiterrahmenkonstruktion, die zwar im Vergleich zu Fahrzeugkonzepten auf Basis selbsttragender Karosserien die Nutzlast etwas stärker einschränkt, dafür aber stabiler und somit haltbarer ist. Konstruktiv wurde das Chassis aber ebenfalls verändert: Allein die neue Hinterradaufhängung sorgt dafür, dass die Ladekante um etwa 55 mm niedriger ist als bei den Vorgängermodellen.

Ebenfalls gewonnen hat der Daily im Hinblick auf Fahrerkomfort, Handling und Abstimmung des Antriebsstrangs. Allein der Blick auf den Armaturenträger zeigt, dass sich Iveco endgültig von der früheren Hartplastik-Optik verabschiedet hat: Die Oberflächen wirken ebenso wie die Verarbeitung hochwertig, wobei der praktische Nutzen nicht zugunsten der PKW-Optik vernachlässigt wurde. Ein bequemer Sitz und ein gutes Angebot an Ablagefächern runden den positiven Eindruck ab.

Schon auf den ersten Metern der Handlingstrecke zeigt sich ein weiterer Fortschritt: Sowohl die Euro-5+- als auch die Euro-6-Motoren machen sich nur dezent in der Kabine bemerkbar. Umso mehr fällt ihre Durchzugsfähigkeit auf. Bereits mit der Basismotorisierung (2,3 l, 106 PS/78 kW, 270 Nm) kommt der Daily gut vom Fleck. Ein wenig zu viel des Guten bietet der 205 PS starke Spitzenmotor, der ein maximales Drehmoment von 470 Nm zur Verfügung stellt. Bei Teilauslastung hat das Aggregat auch an Anstiegen leichtes Spiel, und auch mit einem voll beladenen 7,2-Tonner dürfte es keine Probleme bekommen. Allerdings könnte die reine Leistungsfähigkeit den Fahrer dazu verleiten, übermäßig Gas zu geben.

Dabei sorgt das automatisierte Sechsganggetriebe (Hi-Matic) für eine ausgewogenen Übertragung der Antriebskräfte auf die Fahrbahn. Das soll sich – zusammen mit anderen Optimierungsmaßnahmen – positiv auf den Verbrauch auswirken: Der soll um 5,5 Prozent unter dem Wert der Vorgängergeneration liegen. Welchen Einfluss dabei die neue Eco-Switch-Funktion hat, muss die Fahrt über die DVZ-Teststrecke zeigen – gefühlt war kaum ein Unterschied zum Normalmodus feststellbar. (ben)

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