placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder

Herausforderer in der Cityklasse

Große Klappe: Der Transit Connect lässt sich problemlos mit Europaletten beladen. (Foto: Ford)

01. August 2013 | von Von Wolfgang Tschakert

Die Latte für den neuen Stadtlieferwagen von Ford liegt hoch: Im nächsten Frühjahr soll der Transit Connect an den Start gehen und dem Marktführer in seiner Klasse, dem VW Caddy, Käufer abjagen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die Ingenieure nicht darauf beschränkt, das Vorgängermodell technisch zu optimieren, die neue Generation des Transit Connect geht als komplette Neukonstruktion an den Start.

Bereits der erste Blick unter das Blechkleid des Fronttrieblers zeigt, dass sich Ford ein gutes Stück von der reinen Nutzfahrzeug-Philosophie entfernt hat. Basis des neuen Transit Connect ist die Plattform des fahraktiven Focus - das erhöht den Fahrkomfort deutlich. Zugleich haben sich die Designer von der typischen Kastenwagenoptik verabschiedet und der Karosserie des Stadtlieferwagens viel Feinschliff verpasst.

Sparsame Motorenpalette

Auch für die kleinen Nutzfahrzeuge bietet Ford sowohl Diesel- als auch Ottomotoren an, bei denen die Gänge über fünf- und sechsstufige Getriebe von Hand eingelegt werden. Lediglich dem Topmodell mit 150 PS spendierten die Kölner eine Sechsgangautomatik. Für Vielfahrer empfiehlt sich dabei der 1,6-l-TDCI in den Leistungsvarianten mit 55 kW/75 PS, 70 kW/95 PS und 85 kW/115 PS. Mit einem kombinierten Verbrauch von 4,8 l/100 km (Einstiegsmotor) sind die leichten Transporter nicht nur sehr günstig, sondern auch mit geringen CO2-Emissionen (124 g/km)unterwegs.

Noch verbrauchsgünstiger ist nach Ford-Angaben übrigens die Econetic-Variante, die sich mit lediglich 4 l Diesel auf 100 km begnügen soll. Hier setzt Ford auf spritsparende Lösungen wie eine längere Achsübersetzung, ein Start-Stopp-System, einen variablen Kühllufteinlass, ein Energierückgewinnungssystem, eine elektromechanische Servolenkung und eine Geschwindigkeitsregelanlage. Doch auch ohne diese sinnvollen Lösungen sollen die neuen Transit-Connect-Modelle im Vergleich zu ihren Vorgängern rund 30 Prozent weniger Kraftstoff verbrennen .

Ob sich die beiden leistungsfreudigen Ottomotoren mit 74 kW/100 PS und 110 kW/150 PS als Alternative zum Diesel eignen, ist ein reines Rechenbeispiel: Den geringeren Einstandspreisen und der steuerlichen Besserstellung des 1-l-Ecoboost-Motors steht ein kombinierter Verbrauch von 5,6 l/100 km (CO2-Emission: 129 g/km) gegenüber. Bei geringen oder mittleren Distanzen könnte sich der kleine Benziner also lohnen.

Schon mit kurzem Radstand bietet der Laderaum Platz für zwei Europaletten. Der Transit Connect packt in dieser Variante bis zu 2,87 m³ Ladung, mit langem Radstand sogar 3,57 m³. Das ist aber noch nicht alles: Dank der neuen Trennwandkonstruktion mit Durchladeöffnung kann der Laderaum der kurzen Variante auf 3,7 m³ erweitert werden. Beim Modell mit langem Radstand sind sogar bis zu 4,4 m³ Laderaum möglich. Zudem lässt sich der Beifahrersitz bei Bedarf in den Fußraum klappen. Damit kann der Fahrer bis zu 3,4 m lange Gegenstände laden. Auch die Nutzlast ist nicht zu knapp bemessen: Kommt es darauf an, packt der neue Connect bis zu 929 kg. Die lassen sich übrigens dank der breiteren Schiebetür des langen Connect-Modells problemlos auch seitlich laden.

Sinnvolle Sicherheitselemente

Doch nicht nur mit besonders sparsamen Fahrzeugen will Ford künftig Käufer locken. Auch neue Sicherheitssysteme sollen die Attraktivität der Lieferwagen erhöhen. So gehört ein ESP mit adaptiver Lastkontrolle (LAC) zur Serienausstattung. Zudem tritt der Transit Connect als erstes Modell seiner Klasse mit Sicherheitsfunktionen wie einem automatischen Bremssystem Active City Stop, einem Reifendruck-Kontrollsystem oder sprachgesteuerten Bordmenüs an. Eine echte Innovation ist übrigens der integrierte Notrufassistent. Wird bei einem Unfall ein Airbag ausgelöst oder die Kraftstoffzufuhr unterbrochen, setzt dieser über ein per Bluetooth verbundenes Mobiltelefon einen Notruf in der jeweiligen Landessprache an die örtliche Notrufzentrale ab. Zugleich informiert er die Rettungskräfte auch über den genauen Unfallort.

Schließlich soll der Transit Connect auch mit einem wettbewerbsfähigen Nettopreis punkten. Für das Basismodell ruft Ford 14.884 EUR auf. Für die Ausstattungslinien Trend und Econetic dürfte ein entsprechender Aufpreis fällig werden.

placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder

Schreiben Sie uns Ihren Kommentar!

Kommentar online veröffentlichen
Kommentar nur an die Redaktion senden
Online verfasste Kommentare können auch als Leserbriefe in der Printausgabe der DVZ veröffentlicht werden. Mit dem Absenden des Kommentars stimmt der Nutzer dieser Veröffentlichung ausdrücklich zu.

* Pflichtfeld