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Paket ins Auto des Kunden liefern

30. August 2013 | von Nicole de Jong
zitat

Es macht keinen Spaß, wenn der bestellte Artikel in die Postfiliale geliefert wird, weil der Empfänger nicht zu Hause ist.

Markus Wotruba, BBE Handelsberatung

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Die Menschen verändern ihr Einkaufsverhalten. Internethandel entwickelt sich dynamisch. "Deutschland ist jedoch spät dran. Erst 48 Prozent nutzen Smartphones und Tablet-PCs." Das sagte Standortforscher Markus Wotruba bei einer Veranstaltung von Urbanicom, des Deutschen Vereins für Stadtentwicklung und Handel, vergangene Woche in Hamburg. Die europäischen Nachbarn nutzten Internet und Mobilgeräte bereits viel intensiver.

Der Experte von der Münchner Handelsberatung BBE meint: "Läden bleiben, aber nicht überall." Die räumliche Polarisierung werde durch den Distanzhandel weiter vorangetrieben. Die Geschäfte verändern sich. Sie werden in Form von Erlebniswelten, sogenannten Pop-up-Stores oder Kontaktpunkten weiter existieren.

Zudem wird der Kuchen kleiner werden, da die Konsumausgaben der Deutschen sinken. Eigentum wird nach Einschätzung des Experten eine geringere Bedeutung einnehmen, die sogenannte Shareconomy nutzt Güter gemeinsam, ohne sie zu besitzen - nicht nur Autos oder Fahrräder, sondern auch Jeans oder Werk- und Spielzeuge.

"Es geht nicht nur ums Sparen, sondern um die Lebenseinstellung und Spaß", erläuterte Wortruba weiter. Es mache jedoch keinen Spaß, wenn der online bestellte Artikel in die nächste Postfiliale geliefert wird, weil der Empfänger nicht zu Hause ist. Innovationen im Logistikbereich werden den E-Commerce daher noch beflügeln. Es gebe schon Ansätze, die verkaufte Ware noch am selben Tag auszuliefern. Man kann heute schon Lieferzeitfenster vereinbaren oder sich die bestellten Lebensmittel spät zwischen 20 und 22 Uhr bringen lassen, wenn viele Läden schon geschlossen haben.

Neue Dienste werden sich durchsetzen. So könnte künftig der Dienstleister das Auto des Kunden lokalisieren, das mit einem Zusatzgerät für GPS-Ortung ausgestattet ist. Er fährt dorthin und legt die bestellte Ware einfach in den Kofferraum, was durch die Zentralverriegelung moderner Fahrzeuge seiner Aussage nach problemlos möglich ist. Kehrt der Besitzer zurück, ist das Produkt da. Der Dienstleister weiß nicht nur, wo er liefern soll, sondern auch wann - er hat schließlich ein Bewegungsprofil vom Besteller bekommen und weiß daher, wann dieser zur Arbeit oder nach Hause fährt.

Logistikunternehmen könnten sich zudem leerstehende Läden in der Innenstadt zunutze machen - als Zustellbasis in zentraler Lage. Nach der Aussage von Wortruba ließen sich in Großstädten etwa rund 10.000 Menschen in einem Umkreis von 15 Minuten Entfernung beliefern. Von diesen beispielsweise ehemaligen Supermärkten aus könnten die Zusteller die Pakete mit Lastenrädern ausliefern. (cs)

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